Accuphase P-7100
Accuphase P7100 High End Endstufe Test / Erfahrungsbericht:
Einleitung: Der Weg zur Accuphase P-7100
Vor einigen Wochen hatte ein guter Freund von mir das Glück, durch ein Tauschgeschäft eine Accuphase P-7100 Endstufe in seine Sammlung aufnehmen zu können. Dieser Schritt kam auf meine gezielte Empfehlung hin. Da ich seine Vorliebe für warme und sonore Geräte kannte, wollte ich ihm diesmal etwas Neues ans Herz legen: Ein Erlebnis, das konsequent in Richtung Neutralität tendiert.
Um diese Reise zu ermöglichen, empfahl ich ihm zusätzlich eine der besten Vorstufen aus dem Hause Accuphase: die DC-300 (natürlich voll bestückt mit analogen Karten). Die Idee war klar: Eine möglichst neutrale und detailreiche Darstellung, die völlig neue Facetten in seiner Musiksammlung eröffnen sollte.
Der Ersteindruck: Zu viele Informationen?
Die erste Begegnung verlief anders als erwartet. Obwohl die Präzision faszinierte, stellte sich bei meinem Freund Ernüchterung ein. Für jemanden, der den warmen, einhüllenden Klang sucht, wirkte die P-7100 fast zu analytisch. Die Endstufe lieferte so viele Informationen und Details, dass es ihn zunächst fast überwältigte. Diese Klarheit kann als „nüchtern“ wahrgenommen werden, wenn man eigentlich einen weichen, verzeihenden Sound gewohnt ist.
Die perfekte Symbiose: Accuphase und Gauder Cassiano Final Edition
Parallel zur Endstufe hatte er sich ein Paar Gauder Cassiano Final Edition gegönnt. Als er die P-7100 schließlich mit den Gauder-Speakern verband, geschah genau das, was ich mir erhofft hatte: Eine klangliche Offenbarung!
Die Basswiedergabe war tief, dynamisch und absolut straff. Die Tiefenstaffelung ermöglichte es, Instrumente im Raum förmlich zu „sehen“. Die Räumlichkeit war so realistisch, dass man sich mitten im Konzertsaal wähnte. Es war das erste Mal, dass mein Freund echte Gänsehaut von seiner Anlage bekam – ein Zeichen dafür, dass der Klang ihn wirklich im Mark traf.
Neutralität ist Trumpf!
Diese Erfahrung bestätigte meine Überzeugung: Neutralität im Klangbild ist oft der Schlüssel zum authentischen Erlebnis. Dennoch ist die Suche nach dem perfekten Klang für meinen Kumpel fast schon eine Sucht. Er strebt immer weiter, ohne sich mit dem Erreichten zufriedenzugeben. Mein Rat an ihn: „Großer, hör auf, dich im Kreis zu drehen! Manchmal ist das, was man hat, schon die Erfüllung.“
Der Wechsel zu Burmester: Ein neues Kapitel
Trotz der beeindruckenden Leistung der P-7100 hat er sein dauerhaftes Glück letztlich bei einer anderen Marke gefunden: Burmester. Nach den Monos 850 steht nun eine mächtige, tiefschwarze Burmester 032 bei ihm. Burmester bietet ihm wohl genau die Mischung aus Wärme und Präzision, die er persönlich braucht.
Mein persönliches Fazit: Eine Ausnahme-Endstufe
Für mich bleibt die Accuphase P-7100 ein technisches und musikalisches Meisterwerk. Wäre es mir möglich, würde ich sie ihm sofort abkaufen. Aber mein Budget sagt „Nein“ – und mit meinen eigenen „Dickschiffen“ bin ich ja auch nicht gerade schlecht aufgestellt. Die P-7100 bleibt eine erstklassige Endstufe, die in der richtigen Kette pure Magie entfaltet.
Technische Daten – Accuphase P-7100
| Kategorie | Details |
|---|---|
| Baujahre | 2006 – 2012 (Japan) |
| Leistung 8 Ohm | 2 × 125 W (Stereo) / 1 × 500 W (Mono) |
| Leistung 4 Ohm | 2 × 250 W (Stereo) / 1 × 1.000 W (Mono) |
| Leistung 2 Ohm | 2 × 500 W (Stereo) |
| Dämpfungsfaktor | 300 |
| Signalrauschabstand | 122 dB (bei MAX GAIN) |
| Abmessungen (BHT) | 465 × 258 × 545 mm |
| Gewicht | 49 kg |
| Neupreis (ca.) | 14.900 EUR |
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