Energy Point 1e

Energy Point 1e

Energy Point 1e Kompaktlautsprecher Erfahrungsbericht / Test:

vor ca. 2 Jahren besuchte ich abermals meinen Lieblingsflohmarkt um Ausschau noch Hifi Raritäten zu halten. Mit voller Hoffnung erwartete ich “unseren” Lieblingsverkäufer der ab und an doch tolle Sachen dabei hatte. Und wie sollte es auch anders sein. In seinem Sprinter war eine wunderschöne Nikko Komplettanlange bestehend aus einem Tuner, Vorverstärker und Endstufe. Leider, wie so oft, bekam ich die Anlage nicht da ein Anderer mir zuvor kam. Das Gute an der Geschichte ist, dass der Käufer keine Interesse an den beiliegenden Engery Point 1e hatte. Als ich dann eine 1e in der Hand hielt dachte ich:” die können nicht schlecht sein”. Denn die Anfassqualität und die eingebauten Chassis machten wirklich einen guten Eindruck. Das Gehäuse hielt auch den berühmten Klopftest stand.

Zuhause angekommen bemühte ich meine Lieblingssuchmaschine und wurde auch fortan fündig. Im HiFi-Forum wurden die Energy Point 1e behandelt und ein Kenner brachte die Info,  dass die Engerys in Stereo 6.Juni.1992 getestet wurden. Bei meiner Zeitschriftensammlung musste doch die Ausgabe dabei gewesen sein, sprach meine Erinnerungsfunktion zu mir. Und tatsächlich, die Point 1e schaffte es in die Stereo unter die Rubrik HIGH END. Das sollte doch wirklich was bedeuten. Ich muss aber gestehen, dass ich bis vor 3 Wochen die kleinen Zaubertröten als Fernseherbeschallung nutzte und keine Interesse hatte, sie wirklich zu testen. Was sollte schon aus solchen Zwergen herauskommen wenn kein Subwoofer anschlossen ist? Und wie schon beschrieben, wurde ich eines besseren belehrt!

Als Verstärkung nahm ich einen Stromspender wie keine geringere End- Vorstufenkombination von Kenwood Model L1000M + L1000C. Wer meine Seite Regelmässig liest oder beobachtet der wird schnell erkennen das meine Kinnlade des Öfteren Richtung Boden rutscht(e). Und ich gestehe auch das ich manchmal das rutschen meiner Kinnlade gar nicht mehr bemerke bis meine bessere Hälfte mit dem Satz: ” Schatz mach dein Mund zu, sonst schluckst du wohlmöglich noch die Eine oder Andere Fliege”.

Aber wenn man sich mit Hifi Beschäftigt und ein Süchtiger durch und durch ist, dem bleibt nichts anderes mehr übrig, nicht wahr?  Nun kommen wir zu diesen Kraftzwergen zurück.

Die Verstärkerwahl entpuppte sich als eine goldrichtige, den was an Mitten und Hochtonwiedergabe da rauskam, ist für so eine Ultraminibox schlicht und ergreifend atemberaubend! Aufgestellt in kleineren Räumen und auf soliden Ständer entwickeln die Überflieger sogar einen mächtigen, druckvollen und tiefen Bass! Gemessen an ihrer Größe ruft die Basswiedergabe einfach nur Bewunderung hervor. Wo wir bei dem Thema Kinnlade wieder wären!  Als Songtitel nahm ich Sway von Halie Loren! Und was soll ich da schreibe? Den Voluemregler auf 11Uhr stellen, zurücklehnen und die Stimme Halies auf sich einprassseln lassen! Göttlich! Mit einem Einstiegspreis von 550DM das Paar mischte die kleine Engery den Kompaktmarkt so richtig auf. Ich der Stereo steht unter Anderem, dass die Entwicklung der Hochtöner von der kanadischen Regierung  subventioniert wurden. Konnte deshalb ein sagenhafter Preis von 550DM ausgerufen werden? Steckt da eine gewissen Robin Hoodmentalität mit drin? Mir kann`s egal sein, ich bin saufroh das ich die Energy Point 1e kennenlernen durfte. Solche kleinen Lautsprecher mit so viel Klang, Volumen, natürlich auch Räumlichkeit, bekommt man auch heute sicherlich aber zu welchem Preis?!

In diesem Sinne….