Sony STR-V7
Sony STR-V7 Vintage Receiver Erfahrungsbericht / Test: Ein klangstarker Gigant mit Design-Ecken
Der Sony STR-V7 soll der größte Stereo-Receiver seiner Art aus dem Hause Sony sein – daran habe ich technisch auch erst einmal nichts auszusetzen. Wenn man ihn allerdings direkt mit den größten Receiver-Boliden anderer namhafter Hersteller vergleicht, landet er eher im Mittelmaß. Mit seinen 21 Kilo ist er zwar wahrlich kein Leichtgewicht, aber eben doch deutlich leichter als die massiven Schlachtschiffe von Rotel, Pioneer, Marantz oder Sansui. Meiner Meinung nach hätte die Materialqualität einem echten „Top of the Line“-Gerät noch mehr gerecht werden müssen; hier bleibt Sony leider ein Stück hinter den anderen Schwergewichten zurück.
Design: Zwischen Funktionalität und Nussknacker-Optik
Gestalterisch ist den Designern bei Sony hier leider nicht allzu viel eingefallen. Ich kann mich kaum an einen Receiver erinnern, den ich so ungern angesehen habe wie diesen STR-V7. Die Anordnung der großen Skala erinnert mich irgendwie unweigerlich an ein Nussknacker-Männlein. Aber gut, das Auge hört zwar bekanntlich mit, aber ich musste dennoch unvoreingenommen an die Sache herangehen, denn alles andere wäre dem Gerät gegenüber einfach unfair.
Die haptische Qualität ist, wie bereits erwähnt, ganz in Ordnung. Die Knöpfe und Schalter bestehen aus solidem Aluminium und passen optisch gut zur massiven Aluminium-Front. Die große Skala ist im Originalzustand in einem markanten Grün beleuchtet, ebenso wie die Pegel- und Tuneranzeigen. Besonders schick finde ich das kleine rote Lämpchen zwischen dem Lautstärke- und dem Tuning-Knopf. Es zeigt an, ob die Instrumente gerade für das Pegeln oder für das Radiotuning zuständig sind – ein nettes technisches Detail.
Innenleben und klangliche Wucht
Der Innenraum ist ebenfalls passabel aufgebaut. Ich würde sagen, er befindet sich technisch etwa auf dem Niveau eines Pioneer SX-980. Doch kommen wir zum wichtigsten Punkt: Klanglich ist der Sony-Receiver eine echte Wucht! Er spielt absolut typisch für die 70er Jahre mit einer dicken Portion Musikalität und Wärme. Die Wahl der Lautsprecher scheint beim STR-V7 eher sekundär zu sein, vorausgesetzt, man schließt keine extremen Impedanz-Tiefstflieger an.
Die Phonosektion ist durchaus brauchbar, aber es gibt Mittelklasse-Receiver anderer Marken, die hier eine feinere Auflösung bieten. Der Radioempfang hingegen ist wirklich gut und rauscht nur geringfügig. Im Großen und Ganzen ist es ein guter Receiver, aber für ein Flaggschiff-Modell bietet er mir persönlich am Ende doch etwas zu wenig „Gänsehaut-Faktor“. Der Sony ist leider nicht ganz mein Fall.
Fazit: Das Flaggschiff der V-Serie
Der STR-V7 bildet die Spitze einer Serie, zu der auch der STR-V5 und der STR-V6 gehören. Wer auf den typischen, druckvollen Sony-Klang der 70er steht und sich mit der speziellen Optik anfreunden kann, bekommt hier ein kraftvolles Stück HiFi-Geschichte. In diesem Sinne…
Gesamttabelle – Sony STR-V7
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Prinzip | Gerätetyp | Vintage Stereo Receiver (Top of the Line) |
| Leistung | Dauerleistung (8 Ohm) | 2 x 150 Watt |
| Audio-Werte | Klirrfaktor / Frequenzgang | 0,08 % / 5 Hz – 50.000 Hz |
| Maße | Größe (B x H x T) | 52,5 x 19,5 x 45,0 cm |
| Gewicht | Netto-Masse | 21,0 kg |
| Optik | Beleuchtung | Grüne Skalenbeleuchtung, rote Status-LEDs |
| Material | Front & Regler | Massives Aluminium |
| Modellreihe | Verwandte Modelle | STR-V5, STR-V6 |
Stimmt alles durch die Bank, mein 7er bekam ich vom Papa in den 90ern geschenkt, ich war in die Front verliebt, ein bisschen betteln und meiner, an was ich mich erinnere ist das der Receiver sehr „vollastfähig“ ist, an 4ohm konnte man das Volumenpodi aufreissen und los gings. Er wurde sehr „warm“ aber spielte immer gerade aus. Beeindruckend war der gewaltige Ringerntrafo und lustig das zusammenbrechen der Spannungsversorgung der Beleuchtung bei kräftigen Bassimpulsen, das Dickschiff wurde dann zum Party-Clown meiner ältesten Tochter Britta dekradiert. Das ein oder andere mal mußte der 7er bei Schulfeten so manche modernere Endstufe ersetzen. Weil er leider deutliche Gebrauchsspuren hatte wurde er sehr stiefmütterlich behandelt. Ein optisch neuwertiger strv7 gehört aber in jede Receiver-Sammlung, Er ist ehrlich und einfach sauber im Klang, hebt sich nirgens ab, bricht aber auch niemals ein, einfach ein Arbeitstier. Als Startinvestition in eine Vintage-Anlage mit Potential ein Geheimtip, bei Ebay um 300€, – dann die Boxen, Phono, Bandmaschine usw…, es wird dauern bis man sich um eine neue Verstärkereinheit kümmern muß, und hübsch bullig ist er alle mal, oder?
Das noch, wenn man die großen Regler ( Tunning u Volumen) abschraubt kann man innen die Kratzer der Drehbank-Nuss sehen,
HALLO ?
Das waren noch Zeien – mein Herz erwärmt so etwas ungemein…