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Bösendorfer VC 7

Bösendorfer VC 7 Standlautsprecher Erfahrungsbericht / Test:

Wenn ich jetzt Anfange euch zu erzählen das Bösendorfer (jetzt Brodmann) von Hans Deutsch entwickelt wurde und das Konzept “Gehäuse muss mitschwingen” natürlich auch nicht fehlen darf, würdet Ihr euch sicherlich langweilen. Denn diese Informationen sollten bekannt sein. Viel mehr möchte ich auf die VC 7 eingehen das mir optisch doch sehr gefällt. Die V C7 gehörten einem Bekannten der anfänglich, so auch ich, von der VC7 wirklich angetan waren. Die Lautsprecher haben ein klangliche Eigenschaft das sofort begeisterte. Natürlich fragten wir uns wie es diese mini Mitten-Bässe solch eine Gewalt freisetzen können!?! Zudem gehen die Bässe sowas von tief in den Keller, das man die Luft anhalten muss sonst taucht man mi ab. Wenn die Bassgewalt in gleichem maße so sauber rund mit Konturen bestückt wäre, hätte man mir wohlmöglich vor Freunde das Grinsen nicht vom Gesicht wischen können. Das gilt auch für die Mittewiedergabe. Anfänglich hörte sich alles so wunderbar Livehaftig an doch wehe man stellt die Lautsprecher falsch! Denn dann wird man bei 250hz mit einem dröhner belohnt das selbst 2,50 Euro Lautsprecher vor Neid erblassen würden. Sicherlich spielte der Hörraum des Kollegen eine große Rolle doch so extrem hatte ich es bis Dato nicht erlebt.

Kommen wir zu den Chassis. Für mich machen die einen absolut billigen Eindruck. Ich sehe nichts besonderes an den Dingern. Gehäuse / Korpus ist OKAY verarbeitet. Bei den Preisen die damals für die VC 7 ausgerufen wurde, gelinde gesagt- urgs!?! Die anfängliche Euphorie verwandle sich eigentlich super schnell ins Gegenteilige. Das Klanggeschehen hatte nichts mit der Art von schönen Tönen das ich gewohnt bin, zutun. Es war schlicht und ergreifend aufgeblasen, so dick als hätte man in Loudness noch Loudness und nochmals Loudness geknallt. Schrecklich! Einige Wochen später schicke mir der Bekannte ein Paar Bilder von der Weiche… Weiche? Ein Paar Wiederstände zwischen der Verkabelung gelötet die einfach so im Gehäuse durch die Gegend baumelten. What the Fuck dachte ich mir und war nicht nur erstaunt sondern stellte mir die Frage warum für so viel Müll so viel Geld ausgegeben wird. Der Kollege konnte nicht anders und hackte nach. Ein Telefonat mit HD brachte aber auch sofort Lichts ins Dunkel. Es war eines der ersten Modelle von Bösendorfer in Zusammenarbeit mit Hans Deutsch und wenn man so will, nur ein Prototyp. Kurzerhand bestelle der Besitzer der VC7 zwei Weichen von HD die auf der Platine mit Brondmann bestemplet waren. Nach der Installation änderte sich für mich nicht viel. Der Klang war immer noch dick, aber zu mindesten waren die Mitten jetzt angenehmer. Die Höhen kamen von der Tiefe und die Bühne baute sich fast schon natürlich auf. Aber irgendwas war da, was meine Ohren ansprach. Sie spielten gefälliger und ließen mich doch ins Musikgeschehen eintauchen. Eine gute Eigenschaft von der V7 ist auch, das sich keine so guten Aufnahmen auch nicht gut anhören. Später bekam der Kollege einen Wandler mit internem EQ angeliefert. Er eliminierte mit dem RME das Dröhnen bei 250Hz. Erst jetzt war es möglich die CV7 in seiner vollen Pracht zu genießen. Und siehe da (!) Die Bösendorfer spielt wirklich so gefällig das man Ihr ein Platz im oberen Bereich der High End Lautsprecher einen Rang verpassen will. Aber gemessen am (Neu)Preis sind das Lautsprecher für meine Ohren nicht geeignet. Bei diesen Preisregionen gibt es so unzählig viele Alternativen das einem nicht nur schwindelig wird sondern man auch weiß, das die hart verdienten Euros GUT angelegt sind.

Wie sich die neuen Brodmänner anhören, kann ich leider nicht beurteilen. Vielleicht sind das extrem gute Lautsprecher und Fönen einen so richtig in die Welt des High Endes. Aber ein kleiner Tipp am Rande an den Hersteller: vielleicht mal mit anderen Chassis einen Experiment wagen? Zu verlieren habt Ihr nichts….