Dadawa Sister Drums
Dadawa Sister Drums XRCD Hörbericht:
- Label: Warner Music Hong Kong / WEA
- Serie: XRCD2 (Extended Resolution Compact Disc)
- Format: XRCD, CD, Album, Stereo
- Original-Release: 1994 / 1995
- Genre: Electronic, World Music, Folk
- Stil: New Age, Ambient, Tibetan Folk
- Amazon Link: Dadawa – Sister Drum
Überblick: Ein Meilenstein der Weltmusik
Dadawa (Zhang Hongwei) ist eine Schlüsselfigur der chinesischen Musikszene. Mit ihrem Debütalbum „Sister Drum“ gelang ihr 1994 ein wahres Kunststück: Die nahtlose Verschmelzung traditioneller tibetischer und chinesischer Klänge mit moderner Ambient- und Electronic-Produktion. Das Album gilt heute international als Meilenstein und als eines der klanglich beeindruckendsten Werke der 90er Jahre.
Dadawa stammt aus Yunnan, einer Region, die für ihre kulturelle Vielfalt berühmt ist. Ihr Gesang besitzt eine fast schon hypnotische, meditative Qualität, die den Hörer tief in die Mythen und die Spiritualität des Fernen Ostens entführt.
Musikalische Merkmale und XRCD-Magie
„Sister Drum“ lebt von einer innovativen Mischung: Tiefe, raumfüllende Trommeln treffen auf ätherischen Gesang und Naturgeräusche. Diese Elemente schaffen eine monumentale Atmosphäre, die besonders die Weite der tibetischen Hochebene spürbar macht.
Für uns High-End-Enthusiasten ist die XRCD-Variante das Objekt der Begierde. Das XRCD-Verfahren von JVC sorgt für eine Präzision und Dynamik, die normale CDs oft vermissen lassen. Die Klarheit der Perkussion und die Detailtreue der Stimme sind auf dieser Version schlichtweg atemberaubend. Wenn die tiefen Trommeln einsetzen, zeigt sich gnadenlos, ob die eigenen Lautsprecher im Bass wirklich stabil spielen oder nur „heiße Luft“ produzieren. Ein absolutes Muss für jede audiophile Sammlung!
Trackliste & Analyse:
1. Home Without Shadow (5:53)
Ein melancholischer Einstieg. Sanfte Melodien und traditioneller Gesang vermitteln ein Gefühl von Einsamkeit und gleichzeitigem Trost. Perfekt, um sich in das Klangbild einzufinden.
2. Sister Drum (5:47)
Der legendäre Titeltrack. Kraftvolle, tiefe Trommelrhythmen symbolisieren den Puls des Lebens. Der Gesang ist intensiv und spirituell aufgeladen. Ein Härtetest für die Dynamikfähigkeit Ihrer Endstufen.
3. Sky Burial (7:32)
Ein episches Werk über die tibetische Tradition der Himmelsbestattung. Die musikalischen Schichten sind komplex und erzeugen eine ehrfurchtgebietende, fast schon transzendentale Reise.
4. Di Wei Shin Kan (Paradise Inferno) (4:42)
Mystisch und dramatisch. Hier werden die Kontraste zwischen Schönheit und Bedrohung ausgelotet. Dynamische Rhythmen sorgen für ein ständiges Gefühl der Bewegung.
5. Crossing The Ridge (5:59)
Ein Stück mit beschleunigtem Puls. Die Musik reflektiert die Anspannung und das Abenteuer, Grenzen zu überschreiten. Die klangliche Weite ist hier besonders beeindruckend.
6. Zhouma Of Zhoumas (4:55)
Verspielt und lebendig. Dieses Stück feiert die Lebensfreude und die kulturellen Traditionen Chinas mit einer fast festlichen Atmosphäre.
7. The Turning Scripture (9:05)
Das monumentale Finale. Meditativ und introspektiv lädt es dazu ein, über spirituelle Lehren nachzudenken. Tiefe Gesangslinien und sanfte Instrumentierung hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Fazit
„Sister Drum“ ist weit mehr als eine CD – es ist ein kulturelles Erbe und ein klangliches Kunstwerk. Wer Weltmusik liebt oder schlichtweg wissen will, was das Medium CD klanglich leisten kann, kommt an dieser XRCD nicht vorbei. Die emotionale Tiefe und die technische Perfektion machen dieses Album zu einem zeitlosen Klassiker.