Marantz PM-17MKll
Marantz PM17 MK II Vollverstärker Erfahrungsbericht / Test: Zeitlose Eleganz trifft audiophile Finesse
Einleitung: Ein Meisterwerk aus der goldenen Marantz-Ära
Der Marantz PM17 MK II zählt für mich persönlich zu den schönsten und gleichzeitig hochwertigsten Vollverstärkern, die das Haus Marantz jemals hervorgebracht hat. Er ist weit mehr als nur ein solider Verstärker – er ist ein Paradebeispiel dafür, wie man klassische HiFi-Tugenden mit hoher Ingenieurskunst und klanglicher Finesse vereint. In einer Zeit, in der viele moderne Geräte zunehmend auf digitale Features, Streaming-Module und App-Steuerungen setzen, verkörpert der PM17 MK II bewusst eine andere Philosophie: die kompromisslose Konzentration auf reinen Klang, Materialqualität und extreme Langlebigkeit. Kunststoff sucht man hier vergeblich – bei einem damaligen Neupreis von über 2.500 DM (ca. 1.500 Euro) wäre das aber auch eine Enttäuschung gewesen.
Design und Verarbeitung: Haptik, die Vertrauen schafft
Schon beim ersten Anblick überzeugt der PM17 MK II mit seiner eleganten und zugleich kraftvollen Erscheinung. Die Front ist nicht nur extrem hochwertig gestaltet, sondern auch logisch und übersichtlich aufgebaut. Alle Bedienelemente sind perfekt erreichbar und vermitteln eine Haptik, die sofort Vertrauen schafft. Ein besonders charmanter Hinweis auf die Zeit seiner Entstehung ist der als „CD-R“ beschriftete Eingang – eine kleine Reminiszenz an die Tage, als das Brennen eigener CDs noch zum audiophilen Alltag gehörte.
Ein auffälliges Detail, das sofort ins Auge sticht, ist der in die Front integrierte Temperaturmesser. Auch wenn seine Funktion im täglichen Betrieb wohl eher dekorativer Natur ist, verleiht er dem Gerät einen ganz eigenen, fast schon nostalgischen Charme. Der größere Bruder PM14 besitzt übrigens das gleiche Merkmal. Auch wenn ich persönlich klassische VU-Meter vielleicht noch ein Stück lieber gesehen hätte, wirkt das Design des PM17 insgesamt sehr ausgewogen und deutlich präsenter als beim eher schlichten PM16. Man könnte ihn fast als die perfekt proportionierte, kompaktere Version des PM14 betrachten.
Technik und Anschlussvielfalt: Keine Kompromisse
Unter der Haube lässt Marantz die Muskeln spielen: Ein großzügig dimensionierter Ringkerntrafo bildet das stabile Fundament, unterstützt von zwei massiven Netzteil-Elkos. Die Anschlussmöglichkeiten sind überdurchschnittlich: Bis zu sieben Quellgeräte lassen sich gleichzeitig anbinden. Besonders hervorzuheben ist die Phono-Sektion, die sowohl MM- als auch MC-Systeme unterstützt – ein echtes Highlight für Vinyl-Liebhaber. Die Umschalter hierfür befinden sich zwar auf der Rückseite und sind aus Kunststoff gefertigt, was zunächst einen kleinen Kritikpunkt darstellen könnte. Da jedoch alle Anschlüsse hochwertig vergoldet sind, relativiert sich dieser Eindruck schnell wieder, da vergoldete Buchsen selbst in dieser Klasse nicht immer zum Standard gehörten.
Klangqualität: Warm, kraftvoll und kontrolliert
Die Leistungsdaten sprechen eine deutliche Sprache: Mit 2 × 125 Watt IHF-Leistung an 4 Ohm bietet der PM17 MK II genug Reserven, um nahezu alle gängigen Lautsprecher souverän und ohne Anstrengung zu betreiben. Klanglich zeigt er sich dabei als typischer Vertreter der Marantz-Schule: warm, kraftvoll und zutiefst musikalisch. Die Bässe kommen konturiert und trocken, die Höhen sind fein aufgelöst, ohne jemals analytisch-nervig zu werden, und die Mitten sind schlichtweg hervorragend abgestimmt.
Besonders beeindruckend ist die Dynamik und Kontrolle. Auch bei komplexen Musikpassagen behält der Verstärker stets die Übersicht und bleibt durchhörbar. Seine schnelle Ansprache und die hohe Klangfarbentreue sorgen für ein Hörerlebnis, das den Hörer direkt in die Musik eintauchen lässt. Klanglich unterscheidet er sich in seinem Charakter nur geringfügig von den noch größeren Boliden der Marke, was ein enormes Kompliment für seine Konstruktion darstellt.
Fazit: Ein Stück HiFi-Geschichte im Rack
Als Liebhaber klassischer HiFi-Geräte fällt es mir oft schwer, mich für moderne Designs zu begeistern. Der Marantz PM17 MK II bildet da eine rühmliche Ausnahme. Er überzeugt mich auf ganzer Linie – durch seine elegante Optik, den durchdachten Innenaufbau und vor allem durch seine klangliche Finesse. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich ihn zum ersten Mal sah: Der „Haben-will“-Effekt war augenblicklich da. Heute steht er in meinem Rack, bringt meine Lautsprecher zum Strahlen und muss sich klanglich vor vielen aktuellen Geräten keineswegs verstecken. Eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die Musikhören als bewusstes Erlebnis schätzen. In diesem Sinne…
Gesamttabelle – Marantz PM17 MK II
| Kategorie | Merkmal | Daten / Beschreibung |
|---|---|---|
| Prinzip | Gerätetyp | Vollverstärker (High-End Serie) |
| Leistung | IHF-Leistung (4 Ohm / 8 Ohm) | 2 x 125 Watt / 2 x 75 Watt |
| Technik | Netzteil / Aufbau | Ringkerntrafo, LDPS-Netzteil, HDAM-Kupfer-Module |
| Audio | Klirrfaktor / Dämpfungsfaktor | 0,01 % (THD) / 100 |
| Anschlüsse | Eingänge | 7x RCA (inkl. Phono MM/MC umschaltbar) |
| Ausstattung | Besonderheiten | Temperaturanzeige, Source Direct, Pre-Out/Main-In |
| Maße | Gewicht / Größe | 16,0 kg / 458 x 110 x 429 mm (B x H x T) |
| Historie | Bauzeitraum / Preis | 1998 – 2001 / ca. 2.500,- DM |
Schönes Foto eines schönen Gerätes!
Der Text ist aber eine Zumutung für alle, die einigermaßen Deutsch beherrschen.
Anscheinend ist Deutsch nicht deine Muttersprache, aber gerade dann solltest du eine automatische Rechtschreibkontrolle nutzen.
Außerdem gibt es weder „das“ noch „die“ Verstärker. Es heißt „der“ Verstärker.
Gruß,
Bodo
Hallo Bodo,
hast es schon richtig erkannt, Deutsch ist nicht meine Muttersprache aber das ist und bleibt für mich kein Hindernis. Allerdings gelobe ich Besserung und werde viele meiner Artikel überarbeiten müssen welches ich schon seit längerem vorhabe. Aber mit 2 Kindern und anderen Verpflichtungen (täglich) ist Zeit wirklich ein kostbares Gut!
Aber vielleicht hast Du (ehrenamtlich) Lust, als Mod. auf https://www.mackern.de tätig zu werden um Korrektur zu lesen?
Danke für deine „ehrliche“ Kritik und viele Grüße,
Cüneyt
PS: Die Verstärker als Mehrzahl gibt`s Bodo. Der Verstärker = 1 / Die Verstärker = mehr als 1
Hallo
So ein Quatsch, Bodo sollte sich lieber wieder in seinen Keller verziehen und fern der Menschheit bleiben
Man kann jederzeit verstehen was Du meinst. Die Artikel sind immer hilfreich, also weiter so, ist auch schön wenn nicht alles so perfekt wie Bodo ist
Das Ding hat keine „Class A“- Schaltung!
Klingt aber trotzdem gut.
Danke für den Hinweis. Hatte sich leider eingeschlichen