Jean Hiraga Le Monstre

Jean Hiraga Le Monstre

Jean Hiraga Le Monstre Endstufe Erfahrungsbericht / Test: Ein 8-Watt-Mythos, der Titanen zähmt

Einführung und Erste Eindrücke

Irgendwann kommt man als HiFi-Interessierter an Jean Hiraga nicht vorbei. Der Name steht für kompromisslose Klangqualität und außergewöhnliche Verstärker. Die Le Monstre Endstufe sticht dabei besonders hervor. Betrachtet man sie näher, fällt zuerst die sehr ordentliche und stabile Bauweise auf. Besonders beeindruckend sind die technischen Daten, allen voran die riesige Ladeelko-Kapazität von bis zu 900.000 Mikrofarad bei einigen DIY-Projekten – ein extrem hoher Wert, der für eine stabile Stromversorgung sorgt.

Meine L’Audiophile Le Class A steht zwar mit 400.000 Mikrofarad einigen Selbstbau-Projekten über die Hälfte nach, kann sich dennoch absolut sehen lassen. Die vergleichsweise niedrigen Leistungswerte von 2 x 8 Watt oder 2 x 20 Watt haben mich anfangs fast abgehalten, doch ich denke, dass der ursprüngliche Klangzauber genau in dieser puristischen 8-Watt-Version entstand, die Jean Hiraga zur Legende machte.

Modell Leistung Besonderheiten
Le Monstre ca. 8–15 W Reiner Class A, DIY-Klassiker
Le Class A ca. 20 W Kommerziell gebaut, sehr selten
Super Class A 20–30 W Erweiterte Kühlung & Netzteil nötig

Design und Verarbeitung: Röhren-Optik trifft Transistor-Power

Die Le Monstre hat ein Design, das an Röhrenverstärker erinnert. Besonders die dicken, roten Elkos auf den Armen sind ein absoluter Hingucker. Persönlich finde ich die Optik ohne Abdeckung sogar ansprechender. Meinen Verstärker habe ich von einem älteren Herrn erworben, der zudem die passende Le Tube Vorstufe und die Pre-Pre Phonovorstufe besaß – alles in neuwertigem Zustand.

Klangtest: Rogers LS 3/5a und Dynaudio Confidence 3

Für meinen Test habe ich die Le Monstre mit Rogers LS 3/5a (15 Ohm) kombiniert – eine klassische und sehr gut harmonierende Kombination. Die Wiedergabe ist beeindruckend präzise und sauber. Besonders bei klassischer Musik zeigt die Endstufe ihre Stärken: Man kann förmlich die feinen Details und die genaue Position der Instrumente im Konzert hören!

Selbst bei der leistungshungrigen Dynaudio Confidence 3 stand ich mit offenem Mund vor den Lautsprechern und konnte nicht fassen, wie gut sich das anhört. Diese lebendige, natürliche Wiedergabe macht die Freude an der Musik greifbar und hebt die Le Monstre von vielen anderen Verstärkern ab.

Technische Details und Schaltungsaufbau

Das Design setzt auf ein Class-A-Schaltungsprinzip mit Stromgegenkopplung. Dabei wird ein Teil des Ausgangsstroms zurückgeführt, um den Treiber-Transistor optimal zu steuern. Die verwendeten Bauteile sind von außergewöhnlicher Qualität: Folienkondensatoren, Metallfilmwiderstände und Silberdraht für interne Verbindungen sorgen für maximale Neutralität.

Technische Daten: Hiraga Le Monstre / Le Class A

Parameter Werte
Leistung 2 x 8 W (Monstre) / 2 x 20 W (Le Class A)
Ladungskapazität Über 400.000 µF Gesamtkapazität
Schaltungsart Symmetrische Class-A-Schaltung
Signal-Rausch-Verhältnis Hervorragend durch puristischen Aufbau
Dämpfungsfaktor Sehr hoch durch massive Elko-Bänke

Das mackern.de Fazit: Eine echte Legende

Der Jean Hiraga Le Monstre ist ein außergewöhnlicher Class-A-Verstärker, der beweist, dass hohe Wattzahlen nicht zwingend für ausgezeichnete Klangqualität notwendig sind. Ob die unzähligen DIY-Nachbauten den Originalklang erreichen, kann ich nicht beurteilen, doch das Original ist definitiv eine der besten Endstufen, die ich je gehört habe. Ein Kraftpaket und eine wahre Klanglegende.

In diesem Sinne…

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