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Ayon S3

Ayon S3 Vorstufe / Wandler / Netzwerkstreamer Erfahrungsbericht / Test:

Ein Bekannter und guter Freund der ebenfalls total auf Hifi abfährt hatte mal vor einigen Jahren ein Paar Ayon Seagull C Lautsprecher mit Keramik- Chassis.

Egal welche Elektronik er an die Lautsprecher angeschlossen hatte, war das Klanggeschehen immer mit einer Enttäuschung bzw mit Kompromisse verbunden. Mitten und Hochtöner extrem präzise und absolut natürlich. Aber von einer tollen und freudigen Basswiedergabe war nichts aber auch rein gar nichts von den Lautsprecher zu holen. Für mich jedenfalls eine ziemliche Enttäuschung und ließ die Frage aufkommen warum bei solch qualitativen Lautsprecher keine Musikalität einpflanzt?! Schließlich waren die Lautsprecher nicht gerade billig! Wenn ich vor meinen Lautsprecher sitze möchte ich träumen können und nicht vor einer Analytik Überfalles mich gedanklich einsperren lassen. Wie es anders gehen kann, zeigt Gauder, Martens und Co! Diese Erfahrung mit Ayon Lautsprecher war für mich so gravierend, das mich Lautsprecher auf dieser Firma überhaupt nicht interessiert haben und jedesmal dankend abgewunken wenn ich mal ein Paar angeboten bekommen hatte. Denke das wird leider auch so bleiben. Nun zum Glück baut(e) Ayon auch Verstärker, Vorstufen, CD Player, Netzwerkstreamer und natürlich Wandler. Ich glaube mit der Produktion von “nur” Lautsprechern hätte Ayon nicht überleben können. Das Produktportfolio verspricht jedenfalls in Sachen Röhrenverstärker doch so einiges wenn m an sich rein um die Preisgestaltung verlässt. Denn billig sind diese wunderschönen Geräte aus dem Hause Ayon nicht und legt sich preislich mit anderen großen an und möchte konkurrieren.

Leider hatte ich bis Dato einen größeren Röhrenverstärker von Ayon aber konnte mit diese Ayon S3 Vorstufe mit integriertem Wandler und Netzwerkstreamer ergattern. Nachdem auspacken war ich sichtlich von der hervorragende Verarbeitungsqualität angetan! Super, Hut ab! Nichts aber auch rein gar nichts gibt hier auszusetzen, perfekt! Aber zum erstmal in meinem Leben musste ich die Bedienungsanleitung eines technischen Gerätes öffnen weil diesen verdammten Einschaltknopf nicht gefunden hatte! Und ja >> unten >> also am Unterboden. Nachdem die wunderschönes Vorstufe eingeschaltet war überraschte mich das tolle Display. Alles übersichtlich und die Software ist wirklich durchdacht und lässt die Bedienung kinderleicht zu. Was mich aber total aus dem Hocker gerissen hat, war Tapeout! Der Anschluss einer Bandmaschine und das aufnehmen der Inhalte von Spotify, iTunes, Tidal, Deezer und Co sind somit alles Tore und Türen geöffnet! Aber bevor hier der Eine oder Andere auf böse Ideen kommt >>> Ayon S3 kann weder Spotify, iTunes und Co. Aber mit einer Apple Airport Express habe ich mich sagen, geht alles. Also in Sachen Connection macht die S3 eine perfekte Figur und lädt wirklich ein. Die Fernbedienung ist es hochwertig und widerspiegelt die absoluten tolle Qualität der S3 ganz wieder. Doch klanglich insbesondere der Bassbereich ist zum heulen! Bassdruck? Basstiefe? NICHTS keine Spur davon! Und bevor hier Einige Ayon- Freunde auf die Idee kommen mich zu steinigen liste ich kurz mal die Endstufen auf welche ich genutzt bzw. getestet habe: Threshold SA 4e, Audio Research VT200, LUA Alborada (211+ EL34 Röhren) und MOON 330A. Immer wieder das selbe Ergebnis: Bass? Fehlanzeige! Keine Staffelung, kaum Tiefe und Druck! Warum ist das so? Keine Ahnung. Habe auch verschiedene Röhren genutzt und immer das selbe Phänomen. Funktion die S3 nur mit hausinternen Verstärker? Oder sind die Elkos in meinem S3 verschlissen? Ich weiß es wirklich nicht aber diese ansonsten schöne in technisch tolle Vorstufe wäre wirklich super interessant gewesen. Doch so bleibt abermals eine Riesen Enttäuschung zurück und lässt für mich die Marke Ayon noch weiter abrücken. Also noch mal kurz gefasst: Bassstaffelung ist mit der S3 nicht möglich wenn man gerne hochwertige elektronische Musik hört. Da macht die S3 die grätsche! Und ein Hifi- Gerät das nur klassische Musik kann, ist für mich nicht geeignet. Aber der Innenaufbau verspricht so viel! Vielleicht habt Ihr eine andere Erfahrung? Vielleicht war mein S3 defekt? Ich kann es mir echt nicht erklären…..

Technische Daten:

  • Maße (BxHxT): 48 x 39 x 12
  • Gewicht: 12 kg
  • Eingänge (digital): S/PDIF, TOSLINK, AES/EBU, BNC, I2S (alle bis 24/192 KHz), 2x USB für Stick/Festplatte
  • Netzwerk: Wi-Fi und Ethernet RJ45 10/100 Mbps
  • Sampling Raten: S/PDIF, TOSLINK, AES/EBU, BNC, I2S — 44.1 KHz bis 192 KHz, 16bit, 24bit
  • Ethernet: RJ45 – 44.1 KHz bis 192 KHz, 16bit, 24bit
  • Wi-Fi: 44.1 KHz bis 96 KHz, 16bit, 24bit
  • Formate: WAV (lpcm) – bis 24/192 KHz, FLAC – bis 24/192 KHz, AIFF – bis 24/192 KHz, AAC, HE-AAC (bis 24bit 96 KHz)
  • Ausgänge (digital): S/PDIF
  • Ausgänge (analog): 2x RCA ein, 1x RCA aus (2V fixed)
  • Ausgänge (analog): 2.2V fixed oder 0-2.2V rms var. (RCA/LOW)
  • 8.8V fixed oder 0-8.8V rms var. (XLR/HIGH)
  • 4.4V fixed oder 0-4.4V rms var. (RCA/HIGH)
  • 4.4V fixed oder 0-4.4V rms var.( XLR/LOW)